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NOCTURNO (für Jeannie Ebner)
I) Nocturno eins -
Im Flockenbett dein Weg
als Spur zu dir.
Ein lichter Traum,
viel heller als so mancher Tag -
dich auszuleuchten galts,
mit diesem Glanz,
den sonst nur Götter kennen.
Woher ? Wohin ?
Doch wieder nur zum Morgen -
der Tag ist noch nicht voll.
II) Nocturno zwei -
Zu wissen, daß man ist,
ist mehr, als nur zu träumen.
Die schnelle Fahrt,
viel schneller als so mancher Tag -
dich anzutreiben galts,
in diesem Kahn,
den sonst nur Götter fahren.
Woher ? Wohin ?
Doch wieder nur zum Morgen -
das Wort sucht deinen Mund.
III) Nocturno drei -
Der Mensch taucht in den Sand,
doch jede Flut bringt ihn nach Haus.
Ein bunter Flug.
Es wird kein Abschied sein -
dich auszugrenzen gilts,
mitsamt dem Dämmerhaus,
dem immergrünen.
Woher ? Wohin ?
Doch nicht nur bis zum Morgen -
Der Tagtraum bleibt in dir.
(c) Gini Galla, A-1070 Wien
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